Mittwoch, 2. Oktober 2019

Als "rechtspopulär" oder "rechts" stigmatisiert - ist das überhaupt noch eine negative Assoziation?


Mit Ausnahme des Sports, der Musik und dem Schauspiel wird der Begriff "Fanatisch" negativ assoziiert. Wer die Wortherkunft kennen will, sucht und findet bei Wikipedia "fanaticus; göttlich inspiriert". Klingt im ersten Moment eher harmlos. Es geht mit "Besessensein von einer Idee, Verbohrtheit" weiter. Ich denke, jeder weiß was gemeint ist. Wie bezeichnen wir dann den "ZDF-Heute"-Anchorman Claus Kleber? Hier z.B. bei seinem Interview mit Seppl Kurz:


Ist das fanatisch? Kleber scheint besessen davon zu sein, Kurz als "rechtspopulistisch" einordnen zu können, sobald der neue (alte) Österreichische Kanzler eine Koalition mit der FPÖ präferieren sollte. Es soll hier nicht um Ösi-Politik gehen (das geht uns nichts an), sondern um Klebers Verhalten stellvertretend für Medien und Politik im Ganzen. Während sich in diesem speziellen Fall alle einig zu sein scheinen, dass dieser Auftritt Klebers so ziemlich das Letzte war, so ist es doch viel mehr als das. Dieses Interview ist symptomatisch für den Fanatismus mit dem der Mainstream der Deutschen Bundesregierung ins Rektum kriechen will. Spätestens seitdem der Weg vom Anchorman zum Regierungssprecher gegangen wurde, wird er auch andersherum gegangen. Wer also meint, der ganze öffentlich rechtliche Mainstream sei Regierungssprecher, wird sicher richtig liegen.

"kritische Masse"


Da der Begriff "Bundesregierung" zur Zeit eigentlich falsch ist, weil wir mehr von einem parteiübergreifenden links-grünen Idealismus-Einheitsbrei gesteuert werden, lautet die Sprachregelung "wer dagegen ist, ist rechtspopulistisch" oder kurz.. rechts. Ich persönlich z.B. bin im aktuellem Verständnis von politischen Richtungen von links, über die Querfront an den "rechten Rand" getragen worden, obwohl sich meine Meinung und Überzeugung nicht einen Millimeter bewegt hat. Also nicht ich habe mich bewegt, sondern das "Klima" um mich herum. Und das kann eigentlich nur eins bedeuten; die öffentlich rechtlichen Medien, die mitgehenden Privatformate und die einschlägige Presse funktioniert immer noch und wird von der Masse konsumiert. Anders könnte sie ja nicht mitgenommen werden und Mainstream hieße nicht Mainstream. Allerdings scheint die "Masse" langsam "kritisch" zu werden. Eine "kritische Masse" also. Anders kann die Echauffierung über Klebers Umgang mit Kurz ja nicht erklärt werden.

Stigmatisierung wird unbedeutend


Neben der Verschleißerscheinung aller Begriffe mit "rechts" und "populistisch" nimmt auch deren Bedeutung ab umso größer die "kritische Masse" wird. Anfangs konnte man nur politisch rechts sein. Dann "migrationsrechts", jetzt "klimarechts" und demnächst "generationsrechts". Hat man gar keine Meinung ist man "ignoranzrechts". Oder "nichtveganrechts", "nichtmülltrennungsrechts" und "überhauptrechts" also "nichtlinksrechts". Am Ende ist "rechts" so ausgelutscht, dass es entweder völlig unbedeutend wird oder ersetzt werden muss. Ich wette, das "Braun" kommt zurück! Es kann auch sein, dass es dann "blau" wird und der ganze Hokuspokus von vorn losgeht.

Irgendwann wird dieser "Politteich" umkippen und es kommt zum "Polsprung". Entweder weil die "kritische Masse" ihren Verstand wiederfindet oder schlicht aus der Not, die ein zusammengeklappter Sozialstaat hinterlässt. Das wird eine schwere Zeit für die dann ehemalige Generation Z wenn sie einem "Nichtdiversem" erklären soll, dass er auf dem Weg zur Lebensmittelausgabe an der zweiten Kreuzung "nichtlinks" abbiegen soll.

Ich hatte bislang nie begriffen wofür die Forschung an der Atomsemiotik gut sein soll. So langsam dämmert es mir..

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