Montag, 14. Oktober 2019

Wurde Stefan B. durch Islamisten unterstützt? - Seltsames Selbstgespräch bei Waffen- und Bombenversagen - vollständige Hergangsbeschreibung und Analyse


Nachdem die Meldung kam, dass Stefan B. mindestens ein mal von einem "Unbekannten" ca. 750 Euro in Bitcoin erhalten hatte, habe ich mir das Originalvideo noch einmal angesehen, da ich bislang nicht verstanden hatte, warum er nach dem gescheiterten Angriff auf die Synagoge ausgerechnet auf vermeintliche Muslime losging. Immerhin gab er zu Beginn seines Livestreams an, er hielte Juden für die Schuldigen allen Übels und Feministen für den mangelnden Nachwuchs. Kein Wort von Muslime oder Islam. Also warum einen Dönerimbiss und keinen Supermarkt? Oder Tankstelle. Warum sagte er: "Döner.., den neh'm wir!" Aber der Reihe nach.. (Ich beschreibe den Hergang nun zunächst absichtlich möglichst emotionslos. Ich will mich noch nicht in Polemik verzetteln)..

Bei der Anfahrt auf die Synagoge hoffte B., dass das Gebäude nicht verschlossen war ("bitte lass die Tür offen stehen"). Das war es jedoch und B. kommentierte das mit "100 Prozent fail, selten hier". Er scheint also gewusst zu haben, dass die Synagoge normalerweise für Besucher geöffnet ist. Was er augenscheinlich nicht wusste war, dass zu hohen religiösen Feiertagen die jüdische Gemeinde das Gebäude verschließt. Stefan B. muss zuvor das Gebäude zumindest kurz observiert haben. Offenbar bemerkte er dabei, dass Menschen das Gebäude durch unverschlossene Türen betraten. Aber ausgerechnet an diesem Tag war es verschlossen. Wusste B. nichts vom Yom Kippur Tag?

Zunächst doch erst der genaue Ablauf: Stefan B. bemerkte die verschlosse Tür des ca. 2,50 Meter hoch ummauerten Hofes bei seiner Ankunft schon im Auto und quittierte das mit einem "die ist angeklappt, oder? nee.. fuck fuck.. scheiß drauf, sprenge ich mich halt rein". Dann hielt er seinen VW Passat Kombi auf dem Seitenstreifen bzw. Fußweg vor der Synagoge zwischen der Hoftür und dem Haupteingang an, kramte Ausrüstungsgegenstände vom Beifahrersitz und dem Fußraum zusammen und verließ das Fahrzeug in Richtung Haupteingang. Auf dem Weg dorthin sah er zu einer links oben neben der Tür angebrachten Überwachungskamera. Bei der Tür angekommen betätigte er die Klinke um sich Zugang zu verschaffen, doch die Tür war abgeschlossen. Damit hatte er öffenbar nicht gerechnet denn er meinte: "FUCK". Unmittelbar danach machte er sich auf den Weg zur der Hoftür, die sich etwa 10 Meter rechts neben dem Haupteingang befindet. Auf dem halben stoppte er jedoch in Höhe seines Autos und meinte "ach scheiß drauf, vielleicht kommen sie ja raus". Seine Helmkamera zeige nur den Boden des Gehwegs und die Hofmauer. Es war zweimal das Geräusch eines Feuersteinfeuerzeugs zu hören dann das einer brennenden Lunte. Stefan B. zündete einen Sprengsatz und warf ihn über die Mauer. Es war eine deutliche und laute Detonation zu hören. Im Anschluss ging B. zu der Hoftür, drückte kutz mit der Hand dagegen und bemerkte, dass sie mit eine Kette (o.Ä.) gesichert war und einen Spalt offen stand. Er kommentierte das mit "das spreng' mer".

Er ging die paar Schritte zurück zu seinem Auto, lehnte eine Waffe (die wir später als selbstgebaute Luty-Gun, eine kleine Maschinenpistole, identifizieren werden) an die Mauer und suchte im Auto nach einem geeigneten Sprengsatz. Augenscheinlich hatte er vergessen, wo im Fahrzeug er sein entsprechendes Equipment verstaut hatte. Zuerst öffnete er die rechte hintere Türe, fand dort nicht das Gewünschte, öffnete die Beifahrertür und musste alle Fächer einer Tasche auf dem Beifahrersitz öffnen um den 'richtigen' Sprengsatz zu finden. Seine Helmkamera fing dabei ein Teil seiner 'Mittel' ein. Darunter auch ca. sechs - vermutlich - Weinflaschen stehend in einem unterfächerten Karton. Es ist anzunehmen, dass es sich dabei um vorbereitete Brandsätze handelte. Weiterhin fing die Kamera 0,33 Liter-Getränkedosen (vielleicht weitere Sprengsätze) sowie eine mittelgoße Menge an '9mm Luger'- und verschiedene Flintenmunition ein (später erfahren wir, dass es sich bei Flintenmunition nicht nur um Schrot handelte sondern auch um sogenannte 'Roller', wobei ein großes Projektil den Schrot ersetzt). Innerhalb dieser Tasche wählte Stefan B. ein mit Gaffatape umwickeltes Behältnis und ging zu dem Hoftor zurück um dort den 'Gaffatape-Sprengsatz' in den etwa zehn Zentimeter breiten Spalt zwischen dem Türblatt und dem Rahmen zu positionieren und die Lunte zu entzünden. Nach dem Zünden rannte er einige Meter zurück nach links zu seinem Auto um Deckung zu finden. Dabei zeigt seine Helmkamera, dass eine weitere Waffe die ganze Zeit an der Mauer lehnte. Kaum an seinem Fahrzeug angekommen war auch schon die Detonation zu hören. Allerdings kann hier eher von einem Knall gesprochen werden. Mir ist (noch) nicht bekannt, woraus diese Sprengsätze bestanden. Sollten sie aus ANFO** gewesen sein, dann hatte B. vermutlich Polenböller als Initiatoren verwendet, die jedoch das ANFO** nicht zündeten. Zumindest hat es sich genau so angehört. Als B. den (Miss)Erfolg seiner Sprengung überprüfen wollte und zurück um Hoftor ging, lief ihm sein ersten Opfer in die Quere. Jana L. beschwerte sich: "muss das sein wenn ich hier lang gehe.. mann ey". Die Szene wirkte völlig skurril. Jana L. lief, mit einem kleinen Rucksack auf dem Rücken, auf der Straße an der Situation vorbei und motzt einen Typ an, der mit Waffen und Sprengkram am Gebäude einer Synagoge hantiert. Dann ging sie links am B. Auto vorbei, er trat einen Schritt hinter sie auf die Straße und schoss ihr mit der Luty einen Feuerstoß bestehend aus vier Projektilen in den Rücken. Jana L. ging sofort neben der Fahrertür von B.s Auto zu Boden. 

Statt die Sache nun abzublasen als der Sprengsatz nicht den gewünschten Effekt hatte und das - mit Ketten verschlossene - Holztor zum Hof der Synagoge dem Angriff standhielt, begann er nur noch irrational zu handeln. Im Grunde war die Aktion bereits gescheitert. Den Überraschungsmoment hatte er durch die misslungene Sprengung verloren. Innerhalb der Synagoge dürfte sich bereits alles auf sein Eindringen vorbereitet haben.

Nachdem B. sein erstes Opfer niedergeschossen hatte versuchte er die Luty erneut zu spannen. Wir können also davon ausgehen, dass die Waffe bereits nach dem kurzen Feuerstoß das erste mal verklemmte. Das bestätigte B. auch mit einem gemurmelten "klemmt". Erneut prüfte er das Hoftor, das sich keinen Millimeter bewegt hatte und der "Sprengung" standhielt. Seine Erfolglosigkeit kommentierte B. mit "verkackt.. scheiß drauf.. komme ich nicht rein"

Während B. seine Luty wieder in Gang brachte und auf dem Weg zurück zu seinem Auto war ließ er allerdings ein weiteres Wort fallen, das irgendwie nicht in die Situation zu passen scheint: "Schwein". Unmittelbar danach gab er einen weiteren Feuerstoß mit sieben Projektilen auf die bewegungslos auf dem Boden liegende Jana L. ab. Augenscheinlich mehr um die Funktion der Waffe zu testen als dem Opfer 'den Rest zu geben'. Jana L. war zu dem Zeitpunkt höchstwahrscheinlich bereits tot. Da sie allerdings nur ca. 30-40 Zentimeter neben der Fahrertür, also direkt neben dem Auto lag, traf bei diesem zweiten Feuerstoß eines der Projektile den linken Reifen der Hinterachse. Das laute Pfeifen der ausströmenden Luft war deutlich zu hören. Stefan B. bestätigte das mit einem: "ich habe meinen Reifen zerschossen.. fuck.. ha.. naja". Anschließend ging er langsam an der Synagoge vorbei um links davon durch eine zu öffnende Tür in einem benachbarten Innenhof einzudringen und eine Möglichkeit von dort in die Synagoge einzudringen zu suchen. In dem Innenhof waren einige geparkte Autos und eine kleine Terrasse zu sehen jedoch kein Durchgang zu der neben liegenden Synagoge, was B. mit "komm' isch auch nich' rein.. zünden .. ha.. zünden wir sie an" kommentierte. B. verließ diesen Innenhof wieder. Wieder auf der Straße meinte B. mit einem Stöhngeräusch: "hundert Prozent fail haben wir selten hier". 

Mittlerweile hatte wenige Meter neben seinem Auto und der leblosen Jana L. ein weißer Ford Hochdachkombi angehalten und ein (vermutlich) Handwerker war gerade im Begriff sich um Jana L. kümmern zu wollen, als B. auf die Straße trat und auf die Situation zu lief. Der ältere Handwerker (um die 60) sprach B. an, was aber nicht zu verstehen war. Auch B. verstand den Mann augenscheinlich nicht, denn er fragte "wie bitte". Zeitgleich wollte eine Person aus einem hinter B.s Auto inzwischen haltenden silbernen PKWs steigen, überlegte sich das aber sofort anders und schloss seine Fahrertür. Eine gute Entscheidung, da B. seine Luty bereits auf die Personen richtete und nur das Verklemmen der Waffe eine weitere Schussabgabe verhinderte. Auch der Handwerker entschied sich seine Rettung abzubrechen und das Weite zu suchen. Beide Personen wären zumindest schwer verletzt worden, hätte die Waffe in dem Moment funktioniert. B. hatte definitiv die Absicht auf Beide das Feuer zu eröffnen.

Während der weiße Ford davon fuhr und ein weiterer PKW an der Situation vorbei fuhr, gab B. zunächst die Luty auf (ein weggeworfenes Magazin war zu sehen) und montierte - unter einem Stöhngeräusch - an der Flinte. Dabei schien es sich ebenfalls um eine selbstgemachte Waffe zu handeln, die aus drei Teilen bestand. Einem Rohr als Lauf, einem Gelenk mit Verschluss und Schlagbolzen sowie einem Schaft. Flinten sind ja recht simpel zusammenzubasteln, da eigentlich ein simples Rohr mit Patrone reicht, welches hinten verschossen werden kann. Ein kleines Loch im "Deckel" für einen Dorn zum Auslösen reicht. Allenfalls hatte B. nun seine Flinte bereit und ging erneut zum Haupteingang der Synagoge. Dort wo alles begann.

B. richtete die Flinte auf den Bereich um das Schloss der Tür und wollte einen Schuss abgeben. Es war aber nur ein 'klack' zu hören. Somit versagte die Flinte beim ersten Versuch. B. kommentierte das mit "was wird das denn?". Nach etwas Gefummel an der Waffe schoss B. dann auf die Tür. Einen zweiten Schuss gab er nach acht Sekunden - so lange benötigte er für das Nachladen - ab, einen dritten Schuss konnte er nach 13 Sekunden abgeben. Nach den drei Schüssen versuchte er die Tür einzutreten. Aber auch das gelang ihm selbst nach drei kräftigen Tritten nicht. B. gab den Versuch, diese Tür zu durchbrechen mit einem "Scheiße Mann" auf.

Mittlerweile hörte man das Hupen von mindestens einem Fahrzeug in der Nähe. Vermutlich fuhr dieses Fahrzeug in dem Moment an B. vorbei als der von der Tür abließ und zu seinem VW Passat rückkehrte. B. gab auf das vorbeifahrende und hupende Fahrzeug einen ungezielten Schuss ab, wobei eher der Eindruck entstand, dass sich dieser Schuss mehr versehentlich als absichtlich löste.

(Anm. Wer ist eigentlich so doof und hupt einen Typen an der in Kampf-Montur gerade auf eine Tür schießt und neben dessen Auto eine tote Frau liegt? Ich gehe also mal davon aus, in dem vorbeifahrenden Auto befand sich eine Frau am Steuer 😉 Das ist sehr mutig, aber auch seeeehr dumm. Also das Hupen.)

B. öffnete die Fahrertür seines Autos warf die Flinte hinein, ging um sein Auto herum zur rechten hinteren Tür und nahm - mit einem Seufzen - vier 'Gegenstände' aus dem Auto, die er einzeln an Zündschnüren (ö.Ä.) entzündete und in kurzen Abständen über die Mauer in den Innenhof der Synagoge warf. Bis auf das typische Geräusch von brennenden Lunten hörte man aber danach nichts mehr von den 'Gegenständen'. Da es bislang keinerlei Meldungen oder Berichte über einen Brand in oder um die Synagoge gibt, gehe ich davon aus, dass die vier 'Gegenstände' Spreng- oder Brandsätze waren, die allesamt nicht funktionierten. Also Blindgänger waren. Dies schien auch B. so zu sehen und murmelte dann drei wirklich seltsame Sätze: (die im Mainstream in keiner Transkription auftauchen)

"verkackt.. naja.." und "was willst du erwarten von den ni.. von den unverständlich fünf Kanaken" und "das Schwein"

(Anm.: die jeweils zwei Worte zwischen "den" und "Kanaken" konnte ich selbst nach 20maligen anhören nicht verstehen. Vielleicht hat das jemand besser drauf als ich und kann mir sagen, was er dort genau murmelte. Allenfalls schwenkte sein 'Hass' urplötzlich von Juden zu 'Kanaken'. Als ob er enttäuscht über die 'Kanaken' wäre. Was hatten 'Kanaken' damit zu tun? Welches 'Schwein' meinte er? Und damit stellt sich plötzlich die Frage, ob denn 'Kanaken' oder sonstige Dritte etwas mit seinem 'Run' und der seltsamen 'Spende' von 750€ zu tun hatten, die in den Waffenbau geflossen sind! Ergo muss seine Absicht bekannt gewesen sein. Aber dazu später noch mehr)

Weiter im Ablauf: Nachdem er von der Synagoge abließ stieg er in sein Auto (in dem wirklich skurrile Aufzugsmusik lief) meinte "scheiß drauf" und fuhr los um kurz drauf wieder anzuhalten, auszusteigen, die hintere Tür fester zu verschließen und noch einmal seinen 'erschossenen' Reifen anzusehen. Er kommentierte das Ergebnis seiner 'Sichtprüfung' mit "eigenen Platten geschossen.. ich bin so ein Versager.. mann". Dann fährt er wieder los und erklärt seinem Live-Stream-Publikum, dass er ein ewiger Verlierer ist. Er sagt was von „sorry, guys“ und „einmal Verlierer, immer Verlierer“ und erklärt auf englisch, dass er jemanden getötet oder zumindest versucht hat zu töten.

(Anm.: Er übertrug seinen 'Run' live auf Twitch, wie wir wissen. Live schauten aber nur fünf Personen zu. Wer waren die Fünf? Die 'Geldgeber'?)

Nach kaum einer Minute Autofahrt, immer noch die skurrile Aufzugsmusik laufend, erblickte B. an einer Hauptstraße einen Döner-Imbiss und meinte: "Döner.., den neh'm wir!" . Wieder hielt er an. Allerdings nicht vor dem Laden sondern auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Er kramte in seiner 'Ausrüstung' herum und murmelte was von "..Granate. Ist die noch drin oder habe ich die verloren.. nee habe ich verloren.. scheiß drauf". In Camouflage, Schutz- und Einsatzweste mit Einsatz-Helm und der Luty ging er seelenruhig über die viel befahrene Hauptstraße auf die andere Seite, ohne dass auch nur irgendwer auf die Idee kam ihn zu stoppen oder einfach platt zufahren. Am Döner-Laden angekommen wollte er einen Sprengsatz ins Innere werfen. B. suchte Deckung in einer danebenliegenden Durchfahrt. Doch aus dem erhofften 'Bumms' wurde nur ein 'Peng'. Wieder zündete nur der Initiator und der Sprengstoff nicht. Erneut ein Blindgänger. Selbst wenn er nicht daneben geworfen hätte, wäre also dadurch kein Schaden entstanden. Als B. sich aufmachte in den Laden einzudringen funktionierte die Luty wieder für zwei Schuss, verfehlte aber den in der Tür stehenden, neugierigen Kevin S. deutlich. Dieser zog sich dann in den Döner-Laden zurück, was ihm zum Verhängnis wurde. Während B. wieder damit beschäftigt war, seine Luty zu entklemmen und der Döner-Laden-Chef sich in die Hinterzimmer verpisste, versuchte Kevin S. sich hinter zwei Getränkeautomaten zu verstecken. Immerhin schien Kevin begriffen zu haben, dass der komische Typ in Uniform tatsächlich scharf schießen will. Hinter den Getränkeautomaten rief er "bitte.. bitte.. bitte nicht.. bitte nich'.. bitte nicht.. bitte.. bitte.. nicht". Da B. immer noch mit der verklemmten Luty beschäftigt war und mehr als auf Kevin zielen nicht lief, war Kevin bis dahin eigentlich in Sicherheit. Hätte er mit irgendwas geworfen, gehauen oder sonstigen Widerstand geleistet statt "bitte nicht" zu rufen, wäre der Fall an der Stelle zu Ende gewesen. Zusammen mit dem 'heldenhaften' Dönerbudenbesitzer unterm Bett im Hinterzimmer hätte B. ziemlich leicht überwältigt werden können.

(Anm.: Wenn wir irgendetwas positives aus dem 'Vorfall' mitnehmen können, dann erneut die Erkenntnis, dass Attentäter und Amokläufer niemals auf "bitte.. bitte.." reagieren. Statt auf sein Schicksal zu warten, macht es immer Sinn solche Typen mit allem was man in die Hände bekommt zu bekämpfen.) 

Nachdem die Luty partout nicht entklemmen wollte und Kevin mittlerweile vom "bitte nicht, bitte nicht" in ein lautes Heulen übergegangen war, wurde es B. endgültig zuviel. Er griff zu seiner Kurzwaffe im Oberschenkelholster, und schoss zwischen den Getränkeautomaten hindurch auf Kevin, der dann auch sofort still war.

Diese Waffe war ganz sicher nicht von B. dazu gedacht, Gegner abzuknallen. Diese, ebenfalls selbstgebaute, Waffe war vermutlich nur einschüssig. Also ohne Magazin oder Trommel. Sie musste nach jeden Schuss erneut geladen werden. Allerdings war das Material so beschaffen, dass die Waffe bereits nach dem ersten Schuss hinüber ist. Ein solches 'Werkzeug' haben Amokläufer als "letzte Ausfahrt Suizid" dabei um sich damit unmittelbar vor einem Zugriff selbst zu erschießen. Ich denke, auch B. hatte das Ding zu dem Zweck 'am Mann'. 

Wie auch immer.. Nachdem B. die Kurzwaffe abfeuerte war sie kaputt. Er versuchte zwar noch die leere Hülse aus der Waffe zu bekommen. Die Hülse hatte sich allerdings mitsamt des Laufs so gedehnt, dass da nichts mehr zu machen war. B. warf die Waffe mit einem "scheiße" fort. Und damit auch seine 'Exit-Strategie'.

Da nun weder die Luty funktionierte, noch die Kurzwaffe lief B. aus den Döner-Laden quasi völlig unbewaffnet hinaus und ging über die belebte Hauptstraße zurück zum Auto um die Flinte zu holen. Jeder hätte ihn in der Situation stoppen oder einfach über den Haufen fahren können.

Am Auto angekommen holte B. die Flinte und schoss erstmal erfolglos auf einen zufälligen Passanten, der ihm augenscheinlich etwas zu nah erschien. Dieser rannte dann ausgerechnet in Richtung Döner-Laden. Da die Luty völlig im Eimer war und die Kurzwaffe weg, hatte B. keinem Bedarf mehr an 9mm-Luger-Munition und legte den Gurt mit den entsprechenden Magazinen ab, wovon er beeindruckend viel besaß. Fast hätte man ihn bedauen können.. 'alles umsonst gebastelt'. Jetzt hatte er nur noch die Flinte. Nachdem er wieder in Auto stieg ließ er das auch sein Publikum wissen und sagte: "tcha.. sorry Guys.. the fucking Luty is shit.. shit, mann". Da nun nur die Flinte zur Verfügung stand, wurde diese als Hauptwaffe aufgewertet indem der optionale Griff für die zweite Hand angebracht wurde, damit man sich nicht die Flossen verbrennt, wenn der Lauf nun heißer wurde. "Wo ist der Griff.. wo ist der Griff.. ah.. da hinten" sprach B. mehr mit sich selbst. Dazu meinte er noch: "das halte ich für eine dumme Idee"

(Anm.: ich hatte zuerst nicht begriffen, was er mit der 'dummen Idee' jetzt meinte. Immerhin war die ganze Aktion eine durchaus dumme Idee. Später hatte ich jedoch gesehen, dass er gleich eine Patrone für die Flinte verlieren wird. Dabei handelte es sich um sogenannte "Flintenlaufgeschoss-Patronen". Dabei wird aus der Flinte kein Schrot verschossen, sondern ein dickes massives Projektil.)


Stefan B. wusste also nicht, ob seine Flinte die deutlich höhen Drücke übersteht, die durch Verschuss dieser Munition enstehen. Mit einem geseufzten "ich kann nich' mann" was ich nicht zuordnen kann (habe dann irgendwas von verfickter Arthrose verstanden. Hatte er Arthrose?), bewegte er den Passat diesmal quasi vor die Tür des Dönerladens in zweiter Reihe. Als er dort ausstieg, begannen ein paar Passanten das Rennen. B. rannte ein Stück hinterher und gab einen Schuss auf Leute ab. Anders als beim Schrot muss mit den "Flintenläufern" anständig gezielt werden um etwas zu treffen. Das dürfte den Passanten den Arsch gerettet haben. B. gab zwar noch einen weiteren Schuss ab, brach aber dann die Verfolgung ab und schlenderte ziemlich aus Puste zurück zum 'Döner'. Besonders sportlich fit schien B. nicht zu sein. Wieder im Döner angekommen stellte B. fest, dass sein dortiges Opfer noch nicht ganz tot war: "der lebt ja immer noch". Daraufhin schoss B. noch drei Roller in Kevin S.

B. ging dann zurück zu seinem Auto, stieg ein und sagte: "tcha.. ich habe auf jeden Fall bewiesen, wie wertlos improvisierte Waffen sind". Nach wenigen Metern Fahrt traf B. dann endlich auf Polizei, die in einiger Entfernung die Straße blockierte. Statt aufzugeben sagte B.: "..und da ist Polizei.. und jetzt sterbe ich". Stefan B. stieg aus und feuerte direkt hinter der Fahrertür das erste mal auf den Streifenwagen. Im Anschluss ging er hinter das Auto und feuerte drei weitere Schüsse auf die Polizisten. Dabei verlor er eine der Flintenläufer die gut zu erkennen war. Somit war klar, dass seine Schüsse durchaus Schaden anrichteten sofern er traf. Nach dem dritten Schuss aber scheint die Flinte dann auch den Geist aufgegeben zu haben. Er legte sie ab, so dass auch die Flintenkonstruktion recht gut zu erkennen war. "wo ist mein Feuerzeug.. ach fuck.. shit" sagte B. aus er irgendwas Granatenähnliches aus der Beintasche fummelte. Es hat es wohl nicht gefunden und lief zurück zur offenen Fahrertür. In dem Moment feuerte die Polizei zwei Schüsse auf ihn. Einer davon hat ihn 'leicht' am unteren Hals getroffen. Im Auto wartete er geduckt weiteren Beschuss ab, der jedoch nicht erfolgte. Im Gegenteil.., B. konnte die Fahrt fortsetzen und kam ungehindert an dem Streifenwagen vorbei. Die Polizei traute sich augenscheinlich nicht aus der Deckung.

Im Anschluss folgen minutenlang nur verwackelte Bilder die abwechselt den Fahrzeughimmel oder weiteres Interieur des Autos zeigten. Zwischendurch hörte man B. kurz ein "sorry Guys" sagen. Mehr war nicht verständlich. Eine Polizeisirene war zu hören. So als ob sie im Gegenverkehr an ihm vorbei fuhr. Nach einiger Zeit höre man B. dann laut rufen: "alle Waffen haben versagt mann". Dann war wieder eine Zeit nichts zu sehen und hören. Bis auf das Autoradio. Dort wurde gerade über die Installation einer Behörde zur besseren Bekämpfung von illegalem Waffenhandel gesprochen. Ähhm.. also wenn das Timing nicht wirklich skurril ist, weiß ich es auch nicht.

Stefan B. sagte kurze Zeit später: "ich muss aber sagen.. ich blute..ich bin angeschossen.. irgendwo am Hals.. ich weiß nicht ob ich sterbe aber.. ich denke aber eher nicht.. es tut auch nicht so sehr weh.. wahrscheinlich wegen dem Adrenalin..". Dann griff er nach der Kamera und zeigte wieder sein Gesicht.  Dabei meinte er irgend was von "sorry Guys.. jede Feder einzeln spannen". Und Dann "billiges Equipment hält nicht". Danach zeigt er seinem Publikum einen Blick aus dem Seitenfenster während nun doch so allmählich die Schmerzensstöhnerei zunimmt. Auch das Auto stöhnt. Mittels einem laufenden "Ping" der auf den fehlenden Luftdruck im erschossenen Reifen hinweist und auf den fehlenden Gurt.

Zum Abschluss meinte B. "So Guys.. das war's.." dann irgendwas mit "Action" und "I am a complete loser... i'll discard this Smartphone..". Dann wirft er die Kamera (also wohl ein Smartphone) aus dem Fenster. Im Anschluss ist dann nichts mehr zu sehen. Außer einige Autos von unten. Erstaunlich, was so ein Smartphone aushält. Ein paar sind nämlich drüber gefahren.

Sooo.. langer Text mit kurzem Sinn: Warum hat B. sein Ziel geändert? Warum waren plötzlich 'Kanaken' schuld? Haben etwa 'Kanaken' seinen Waffenbau finanziert? Haben sie ihn aufgehetzt? Denn er selbst behauptet ja völlig unpolitisch zu sein. Also auch kein Nazi. Einfach nur Antisemit. Das finde ich schon seltsam, denn die einzigen antisemitischen Nichtnazis die mit einfallen sind Islamisten.. Allenfalls glaube ich nicht an die Einzeltäter-Theorie!

Vielleicht denkt ihr mal drüber nach. Und wenn euch etwas einfällt.., ich bin für alle Erklärungen offen..

**ANFO besteht aus Ammoniumnitrat (Kunstdünger) und ca. 6,5 bis 8% 'Fuel oil' (Diesel). Beides wird gut vermengt und mittels einem Initiator gezündet. Dieser muss eine hohe Explosionsdichte besitzen. Daher werden dazu gerne die Treibsätze aus KFZ-Airbags verwendet
 

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